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Mitten in Frankfurt - Erhaltenswerte Denkmäler - Chronologie - Allgemeines

   Mitten in der Frankfurter City  GPS: N 50° 07' 00.6'' E 008° 41' 01.6''     

Klick vergrößert (Peterskirche 2004)
Mitten in der Frankfurter City zwischen Bleichstrasse, Stephanstrasse und Schäfergasse in unmittelbarer Nähe der Peterskirche befindet sich der historische, städtische Begräbnisplatz vom 15. Jahrhundert. 
Die Peterskirche (2004)

Eine erste Peterskapelle stand an der Schäfergasse in der Nähe der Friedberger-
Pforte, errichtet um 1382. 
1892-1895 wurde die Kirche auf dem Peterskirchhof als damaliges größtes evangelische Gotteshaus in Frankfurt/Main errichtet.
Zerstört wurde die Kirche in den
Bombennächten des Krieges im März 1944.
Der Wiederaufbau begann 1961 und
endete am 4. Juni 1965.

Zu historischen Bilder um das Thema Peterskirche und Peterskirchhof

 

Alte Bilder  

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   Erhaltenswerte Denkmäler


Rechts:
Die Kreuzigungsgruppe 
vom Mainzer Bildhauer Hans Backoffen.
Das durch Kriegseinwirkung stark beschädigte Denkmal ist im Original im Museum. Heute steht vom Bildhauer Edwin Hüller eine Kopie auf dem Sockel. 1979 wurde die Christusfigur erneut stark beschädigt.

Klick vergrößert (Kreuzigungsgruppe)
Klick vergrößert (Blick von obern auf Kreuzigungsgruppe) Der älteste noch erhaltene christliche Friedhof, von 1418-1828 belegt. Hier sind die Grabstätten von Goethes Eltern, der Familie Textor, Merian und vieler bekannter Frankfurter Familien.
Seit dem 30. Juni 1828 finden hier keine Bestattungen mehr statt. Die damalige völlige Überbelegung und die damit verbundenen Probleme machten eine Schließung des Totenreiches unumgänglich. 

Heute, nach mehrfacher Umgestaltung als schöner, kleinräumiger Ruhegarten erschlossen.

   Peterskirchhof Chronologie

Spätes
 14. Jahrhundert
Erste Kapelle in der nördlichen Neustadt unweit der Friedberger Pforte.
1417 Renovierung und Ausbau der Kirche durch die Patrizier Johann Ockstadt und Jakob Humbracht.
1418 Kardinal Cusanus entscheidet, dass St. Peter keine eigene Pfarre erhält, sondern in Abhängigkeit vom Dom verbleiben soll. Die Kirche erhält aber einen eigenen Taufstein und einen Friedhof.
1453 Erst nach Drohungen des Rats wird der Cusanusbeschluss vom Bartholomäusstift durchgeführt. So entstehen die Dreikönigskirche in Sachsenhausen und St. Peter in der Neustadt.
Erster Pfarrer: Johannes Lupi.
1503/08 Die erste Friedhofserweiterung wird geweiht.
1511 Aufstellen der Kreuzigungsgruppe von dem Bildhauer Hans Backoffen aus Mainz.
1531 Die Reformation erreicht die Peterskirche. Erster lutherischer Pfarrer: Johann Celarius. Es wird bestimmt, dass der Friedhof nur von Lutheranern und Reformierten benutzt werden darf.
1641 Die zweite Friedhofserweiterung ist in voller Ausdehnung von Stiftern zusammengekauft.
1746 Die dritte Erweiterung wird eingeweiht.
1771 Erneuerung der Kirche.
Es werden vor allem neue  Inneneinrichtungsgegenstände angeschafft.
1828 Auflassung des Peterskirchhofs zugunsten des neuen Hauptfriedhofs.
1858 Umgestaltung des Friedhofs in einen englischen Landschaftspark von Sebastian Rinz. Danach folgt die schrittweise Öffnung des Friedhofs für Passanten.
1888 Aufstellen des Kriegerdenkmals für die Gefallenen von 1870/71.
1895 Fertigstellung der neuen Peterskirche auf dem Friedhof. Es folgt der Abriss der alten Kirche an der Kreuzung Alte Gasse und Schäfergasse.
1904 Durchbruch der Stephanstraße. Danach allmähliches Planieren und Überbauen des südlichen Teils des Friedhofs. Umsetzen der Kreuzigungsgruppe in die Sichtachse Kriegerdenkmal – neue Kirche.
1910 Beauftragung Dr. Joseph Schlippes, TH Darmstadt, Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen vorzunehmen.
1944 Vollständiges Ausbrennen der Kirche bei einem Bombenangriff durch Alliierte. Durch Kriegseinwirkungen sind ca. 75 Grabsteine zerstört und weitere beschädigt worden. In der Nachkriegszeit werden viele Metallteile von Dieben entwendet. Dazu gehören vor allem die Wetterdächer und Bronzeteile. Der Verfall schreitet in großem Umfang voran.
1952 In einem Zeitungsartikel wird der Friedhof als Müllkippe bezeichnet.
1961 Prof. Schlippe wird beauftragt, eine Dokumentation des Peterskirchhofs zu schreiben.
1965 Wiedereinweihung der aufgebauten Kirche.
1979 Bildhauer Hüller rekonstruiert die Kreuzigungsgruppe.
1999 Zum Goethejubiläum werden einige Grabmäler restauriert.
2002 Schließung der Kirche. Der Umbau zur Jugendkulturkirche beginnt.
2007 Die Jugendkulturkirche wurde am 2. Dezember 2007 eingeweiht, zwei Jahre später als ursprünglich geplant.
   
   
 

   Allgemeines

Dank an.. Herrn Björn Wissenbach, der mit freundlicher Unterstützung von Bild- und Textmaterial (Historisches Museum Frankfurt am Main) es erst möglich machte, die Idee einer solchen Seite umzusetzen.
Copyright.. Bitte beachten Sie die Urheberrechte an den Bildern und Plänen die, wenn nicht anders angegeben, beim Institut für Stadtgeschichte (ISG), Historischen Museum und Stadtvermessungsamt (SVA) liegen.
Die Urheberrechte an den Fotos liegen, wenn nicht anders angegeben beim
Fotografen Harald Fester www.fester.de 
Idee.. Harald Fester http://www.fester.de